Vita

Maike Seeber  (Jg. 1973)

Lehrerin für Alexander-Technik – Lehrermitglied der Alexander Technique International (ATI)
Physiotherapeutin

Die Arbeit als Alexanderlehrerin ist seit einigen Jahren mein Schwerpunkt. Das Wissen aus Physiotherapie fließt harmonisch mit in die mit Arbeit hinein. Meine Ausbildung habe ich bei Bruce Fertman in der Alexander Alliance Deutschland (USA, Japan, Deutschland) absolviert. Dazu kamen die regelmäßigen Gastlehrer der Schule wie Midori Shinkai, Robin Avalon und Zoana Gepner-Mueller und weitere. Auch nach der Ausbildung ist es mir ein so wesentliches und wichtiges Lern- und Forschungsfeld, dass ich mich regelmäßig weiterbilde (u.a. Nadia Kevan, Tommy Thompson, Magarete Tüshaus …) und assistiere Bruce bei Workshops u.a. in Riga und Daugapils im Hochschulbereich Medizin & Musik oder auch in Deutschland bei seinen Workshops.  An der Uni Oldenburg unterrichtete ich im April & Oktober 2016 das Seminar “Alexandertechnik in Beruf und Arbeit“. Es gab großen Anklang, so dass es weiter geht. Eine meiner ersten großen Überraschungen in der Arbeit war es, zu entdecken, wie anstrengend ich teilweise Bewegungen gemacht habe. Und wie viel Energie ich so zusätzlich aufgewendet habe, um mich aufrecht zu halten (oder andere Tätigkeiten auszuführen). Ich hätte es nie für möglich gehalten, da ich mich schon immer gerne bewegt habe sowie viel mit Bewegung gearbeitet habe und arbeite. So kam mit der Alexander-Arbeit ein neues Forschungsfeld dazu. Diese Arbeit ist auch heute noch die perfekte Grundlage für all mein Nichtun im Tun und für mein Sein.

Die Alexander Technik ist ein großartiger Weg, zu erfahren, dass ich ‘nichts zu tun’ brauche.
Eine hohe Kunst? Vielleicht. Für mich auch ein Weg zu mehr Leichtigkeit und Bewegungsqualität.

Heute beschäftigen mich diese Fragen besonders: Wie kann ich mit mir in Kontakt sein und gleichzeit wach und präsent in der Welt, mit der Umwelt in Kontakt sein? Wenn die Welt “in mich hinein fällt”, wie verändert es das Sehen und Wahrnehmen, was macht das in meinen Körper? Wenn ich u.a. über meine eigene Koordination mit mir in Kontakt bin, wie verändert sich die Sichtweise und meine Handlung auf die Dinge die mich umgeben? Mein innerer Frieden, der dann da ist – bewirkt er etwas im Aussen? Was macht es mit meinen Mitmenschen?
Für mich ein unglaublich spannender Forschungsbereich, der mich schon in meiner Erzieherzeit beeinflusste. Damals wußte ich dies allerdings noch nicht. Inzwischen weiss ich, dass das was ich anderen geben kann, nur mein eigenes Sein ist. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich ist das eine Form von Friedensarbeit. Tai Chi, Auseinandersetzung mit der Fünf Elemente Lehre, Tanz und Authentic Movement und Natur, mit Menschen zusammensein, reisen … liebe ich, und bereichern mein Leben.

 

Ich freue mich auf Sie,
Ihre Maike Seeber